News aus der Diakonie

Gratulation! Wir freuen uns!

Alexandra Flemming hat ihr Examen sehr gut bestanden!

Hier mit Dorothea Sand, der Praxisanleiterin. Auch sie freut sich immer sehr über die super Leistungen ihrer "Schülerinnen".

 

Rezertifizierung und Qualitätssiegel für die Diakoniestation Idsteiner Land gGmbH

 

 Auditbericht und Transparenzbericht 2017 liegen vor

 

Mit verantwortungsvollem und qualitativ hochwertigem Einsatz unterstützet die Diakoniestation Idsteiner Land seit 1979 Menschen, die Hilfe brauchen, ihre Selbständigkeit, ihr Wohlbefinden und ihre Zufriedenheit in ihrer gewohnten Umgebung zu erhalten. Um einen möglichst hohen Standard bestmöglicher Versorgung der ihnen anvertrauten Menschen zu gewährleisten, ist es für den Betrieb mit mittlerweile über 60 Beschäftigten sowie drei Auszubildenden eine Selbstverständlichkeit, seine Arbeit in regelmäßigen Abständen einer freiwilligen Prüfung durch „EQ ZERT“ zu unterziehen. Das Zertifizierungsinstitut der Steinbeis -Stiftung ist eine der führenden Zertifizierungsstellen für Managementsysteme im Gesundheits- und Sozialwesen. Im Rahmen einer zweittägigen Prüfung wurden im Juni die Abläufe im Bereich der ambulanten Pflege (Grund- und Behandlungspflege, Alltagsbegleitung, Demenzbetreuung, Pflegeberatung und -schulung) unter die Lupe genommen. Das Ergebnis dürfte die Geschäftsführerin der Diakoniestation, Stefanie Dittrich, mit Stolz erfüllen. Der Betrieb erhielt ohne Beanstandung die neuen Zertifikate für das Jahr 2017 und 2018.

 

Kurze Zeit später wurde mit der jährlich durchgeführten, obligatorischen Qualitätsprüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) die Arbeit der Diakoniestation ein weiteres Mal kontrolliert. Hierbei geht es dem MDK in erster Linie darum, die Qualität der Pflege zu sichern und fortlaufend zu verbessern. Seit dem letzten Jahr ist zudem die Prüfung von Abrechnungen ein verpflichtender Bestandteil der Qualitätsprüfung des MDK. Im Fokus stehen dabei zentrale Fragen: Wurden die von dem Pflegedienst in Rechnung gestellten Leistungen tatsächlich erbracht? Und wurden sie so erbracht, wie es vertraglich vereinbart war? Das Gesamtergebnis der MDK-Prüfung (Note 1,1), das pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen als verlässliche und vergleichbare Information dient, bestätigt das Team der Diakoniestation. „Es ist uns ein großes Anliegen, unserem hohen Anspruch in Sachen qualifizierter und fachgerechter Pflege gerecht zu werden“, so Pflegedienstleiter Simon Gerhard. „Und es freut uns natürlich, dass diese guten Prüfungsergebnisse unsere Arbeit honorieren.“ (Text: Marion Diefenbach / Stefanie Dittrich)

(Foto: Henry Schaefer)

 

 

Fröhlicher Ausflug zum Niederwalddenkmal

 

Busfahrt der Betreuungsgruppen vom Seniorentreff der Diakoniestation Idsteiner Land

 Nicht nur Petrus war bester Laune: bei strahlendem Sonnenschein, aber angenehmen Temperaturen startete der diesjährige Ausflug der Betreuungssgruppen der Diakoniestation Idsteiner Land in den Rheingau, nachdem schon in Esch und Steinfischbach Teilnehmer eingestiegen und ausreichend Rollatoren in den Bus geräumt worden waren. Auch einige Bekannte, Angehörige und Mitarbeiter der Diakoniestation waren darunter, so dass fast 30 Personen mitfuhren.

 

Mit Wasserflaschen ausgerüstet und fröhlich plappernd ging es dann mit dem freundlichen Fahrer Bodo über die Aarstraße und das Wispertal durch Lorch, Bingen und Rüdesheim bis zum Niederwalddenkmal: auf der geschlängelten Straße durch tiefgrüne Wälder und Wiesen, über Brücken und an Felsen und Teichen vorbei, der malerischen Route entlang des mit Schlössern und Burgen gesäumten Rheins, auf dem riesige weiße Schiffe lagen, und schließlich durch die Weinberge zum Denkmal gab es mehr als genug zu sehen. Auf halber Strecke stimmte die muntere Reisegesellschaft dann Volkslieder an, nachdem die Koordinatorinnen Dorothea Wirth und Sabine Humpert groß bedruckte Textblätter ausgeteilt und entsprechende Begleitmusik von CD eingeschaltet hatten. „Da ist ja gar nix von Roy Black dabei!“ lautete der einzige, nicht ganz ernst gemeinte Einwand.

 

Kurz vor vier am Denkmal angekommen, wurden die Rollatoren aufgereiht und ausgeteilt, stützende Arme gereicht und Hand angelegt, um das leichte Gefälle mit Unebenheiten bis zum Café zu bewältigen.

 Dort fanden alle an gedeckten Tischen mit Sonnenschirmen und Rheinblick Platz, wurden mit Sitzkissen versorgt und mit Kaffee, Wasser und frischen Kuchen verwöhnt: Erdbeertorte, Streusel-, Käse- und gedeckter Apfelkuchen sowie sogar Schwarzwälder Kirsch („Da fehlt nur das Kirschwasser!“) ließen kaum Wünsche offen… bis auf zwei besonders hungrige Damen, die „noch etwas Festes“ brauchten und mit Champignon-Rahmschnitzel nachlegten.

 Nach der Kaffeepause bestand die Möglichkeit, den Aussichtspunkt oder das einige hundert Meter entfernte Denkmal selbst aufzusuchen und auch dort die wunderschöne Aussicht zu genießen. Beim Denkmal sagte eine tapfere ältere Dame „Ohne Rollator ginge das nicht, aber wer den erfunden hat, dem gehört ein Pokal…!“

 

Vor dem Heimweg galt es natürlich, noch ein Jäckchen zu suchen, Flecken aus der Hose zu entfernen oder sich nochmal zu den Waschräumen begleiten zu lassen – die Koordinatorinnen waren überall liebevoll zur Stelle.

 Auf der Rückfahrt über die Autobahn sammelte man in einem Sonnenhut noch eine Spende für den Busfahrer und freute sich nach einem wunderschönen Nachmittag müde und glücklich auf zuhause. Der Seniorentreff der Diakoniestation Idsteiner Land findet montags und dienstags Nachmittag statt. In geselliger Runde wird nicht nur Kaffee und Kuchen gegessen, sondern auch getanzt, gesungen und Ausflüge unternommen. Bei Interesse freuen sich Frau Humpert und Frau Wirth über einen Anruf. Tel: 06126- 941810

 Text: Marion Diefenbach, Fotos: Dorothea Wirth

Stefanie Dittrich - die neue Geschäftsführerin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Julia Ludwig-Hartmann (links), Geschäftsführerin bis 31. Mai 2017 und Stefanie Dittrich, ihre Nachfolgerin ab 1. Juni 2017 Foto: Christian Weise

 

Evangelische Öffentlichkeitsarbeit Rheingau-Taunus Dekanat Rheingau-Taunus + Aarstraße 44 * D-65232 Taunusstein * ( (06128) 48 88-27 * Ê (06128) 48 88 -29 Pressemitteilung 23/2017

„Immer eine Nasenlänge voraus“

Wechsel der Geschäftsführerin bei der Diakoniestation Idsteiner Land

[Waldems / Hünstetten / Idstein; 29.5.2017 cw;] Nach vier Jahren übergibt die Geschäftsführerin der Diakoniestation Idsteiner Land Julia Ludwig-Hartmann, die Verantwortung an Stefanie Dittrich. Als Ludwig-Hartmann 2013 die Geschäftsführung übernahm, gab es 38 Mitarbeitende, die etwa 150 Klienten in der Region betreuten. Heute sind es fast doppelt so viele: 71 Mitarbeitende betreuen und pflegen etwa 330 Klienten. Damit gehört die Station zu den „großen ambulanten Pflegestationen“, erklärt Pfarrer Markus Eisele, Aufsichtsratsvorsitzender der Diakoniestation Idsteiner Land gGmbh. „Die Nachfrage steigt stetig“, so die scheidende Geschäftsführerin. „Ich bin damals angetreten mit der Frage: Was brauchen die pflegebedürftigen Menschen und wie können wir als ambulanter Pflegedienst darauf reagieren?“ Der Beratungsbedarf bei Klienten und den Angehörigen wachse. Menschen bräuchten immer mehr Alltagsbegleitung. Auch darauf habe man reagiert und das Angebot stufenweise ausgebaut. Mit ihrer Fragestellung habe Ludwig-Hartmann auch versucht „immer eine Nasenlänge voraus zu sein.“ Fast monatlich komme neues Personal ins Team erklärt die designierte Geschäftsführerin.

Die neuen Mitarbeitenden gelte es gut zu integrieren, so Stefanie Dittrich, die seit Februar von ihrer Vorgängerin eingearbeitet wird. Die Mitarbeiter-Entwicklung sieht Dittrich deshalb als eine ihrer Schwerpunkte. „Wenn die Mitarbeitenden zufrieden sind, dann sind es auch die Klienten“, erklärt sie. Die Diakoniestation Idstein nimmt, anders als manch privater Pflegedienst, jeden Klienten auf. So habe man jüngst einen Klienten aufgenommen, der an Peripherie des Einsatzgebietes wohne und den bereits zwei Pflegedienste abgelehnt hatten. Grund: Die Dienstleistung war nicht wirtschaftlich genug. Zwar steht die Diakoniestation Idsteiner Land wirtschaftlich gut dar und man achtet sehr auf die Zahlen, „aber wir nehmen jeden“, betont Dittrich. „Denn wir sind nicht auf die Maximierung des Gewinns ausgerichtet, bei uns steht der Mensch im Vordergrund.“ Dass Pflegerinnen beispielsweise in Krisensituationen einfach länger beim Klienten bleiben kann, machen auch Spenden möglich, die über den Diakonie Förderverein einfließen.

Dittrich fragt, wie ihre Vorgängerin, was die Klienten in Zukunft brauchen. Sie will mögliche Versorgungslücken gar nicht erst aufkommen lassen und beispielsweise die Pflegeberatung weiter ausbauen. „Wir haben kurze Distanz zu allen Dienstleistern und Anbietern und stellen somit auch eine gutes Netzwerk für unsere Klienten dar“, ergänzt Julia Ludwig-Hartmann. Dadurch werde man immer mehr „ein Akteur des sozialen Wandels“, stellt Markus Eisele klar. So kann gerade die Diakoniestation schon frühzeitig sagen, was in der Region etwa an Infrastruktur für die Menschen gebraucht werde.

Stefanie Dittrich ist gelernte Diplom-Kauffrau und hat selbst mal in der Pflege gearbeitet. Sie kennt somit auch das Arbeitsfeld ihrer Mitarbeitenden. Sie arbeitete im Interimsmanagement für ambulante Pflegedienste bundesweit und freut sich jetzt auf die neue Tätigkeit in Idstein, die sie am 1. Juni offiziell übernehmen wird.

 

Text und Foto Christian Weise 06128-4888-27

"Geht nicht? Gibt´s nicht!"

Elvi Ziemers 20jähriges Dienstjubiläum in der Diakoniestation Idsteiner Land

 

Die Stelle in der Diakoniestation bekam sie durch Zufall, da sie Frau Birgit Guckes, die schon über 30 Jahre in der Diakoniestation arbeitet, kannte. Eigentlich habe sie zum 1. Mai 1997 als Büroaushilfe in der Diakoniestation anfangen sollen, dann allerdings wurde ihr noch vorher eine Viertelstelle angeboten,  erzählt Frau Ziemer mit blitzenden Augen und strahlendem Lächeln, und ja, es gebe so viele Zufälle in ihrem Leben…

 

Nach ihrer Lehre in einem Autohaus hat sie neben der Erziehung ihrer beiden Kinder immer aushilfsweise oder in Teilzeit gearbeitet; inzwischen sind die beiden 26 und 29 Jahre alt, und so kann die Walsdorferin jetzt insgesamt 39 Stunden in zwei halben Stellen arbeiten – im unregelmäßigen halbtäglichen Wechsel zwischen den Diakoniestationen in Niedernhausen und in Idstein. „Das hat seinen Rhythmus, nur wenn getauscht wird, muss ich aufpassen“, kommentiert Ziemer. Auch die Stelle in Niedernhausen war Zufall: „Sie hatten schon jemanden eingestellt, aber dem war das alles zu kompliziert, und ich kannte ja schon alles“, erläutert sie. Und so konnte sie zum 1.12.2013 als GFB Kraft und ab 1.1.2014 als Teilzeitkraft auch dort anfangen. So fungiert sie nun als eine Art Schnittstelle zwischen den beiden Stationen, fördert den Austausch zwischen den 70 Idsteiner und ca. 30 Niedernhausener Mitarbeitern einschließlich Hauswirtschaftinnen, Betreuungshelfern, Teilzeitkräften und Aushilfen und ist ein bisschen das „Mädchen für alles“: wenn es um Projekte oder Angebote geht, eines der 20 Autos kaputt ist, ein Computer nicht funktioniert, und, und, und, dann ist sie gefragt – und für den Datenschutz ist sie seit 2015 auch zuständig. Das sei schon in der Ausbildung so gewesen, sagt sie nachdenklich, „Geht nicht? Gibt’s nicht.“ Was sie am liebsten macht? „Ich mach alles gern!“ Und das soll auch noch eine Weile so bleiben, denn weitere 11 Jahre hat sie noch vor sich.

 

Ganz nebenbei  hat sie das Projekt Betriebssport initiiert und organisiert, das mit vier verschiedenen Disziplinen (Aroha, progressive Muskelentspannung, „Top und Fit“ (Zirkeltraining, Redondo, Theraband u. ä.) und Nordic Walking) im Wechsel mit Vorträgen zu Themen wie Ernährungsberatung, Tibetisches Yoga, Diäten oder Hautschutz für die Mitarbeiter kostenlos über ein Jahr angeboten wurde und viel Anklang fand. Auch ihre eigene Ernährung hat sie mit Hilfe der Beratung erfolgreich umgestellt. Und ihr Sportprogramm hat es in sich: montags, mittwochs, freitags und teilweise auch am Wochenende ist die lizenzierte Übungsleiterin und Aroha Instructorin ehrenamtlich aktiv. Zweimal täglich sieht sie nach ihrer  Mutter, und ja, einen Mann hat sie auch noch. Die beiden sind seit 39 Jahren zusammen und 31 Jahre verheiratet.

 

Am gleichen Tag wie Elvi Ziemer hat Tabea Rau bei der Diakoniestation in Idstein angefangen. Sie hat „zwischendrin“ kurz pausiert, um sich der Erziehung ihrer zwei Kinder, zu widmen. Sie ist in der Pflege tätig und gerade zur Kur, deshalb werden die Kollegen wohl in Abwesenheit ein bisschen für sie mitfeiern müssen.

 

 Text: Frau Marion Diefenbach

 

„Diakonische Kultur! – Was hat das mit uns zu tun?" Impressionen des Diakonie-Tags der Mitarbeitenden

„Diakonische Kultur! – Was hat das mit uns zu tun?! Mit dieser Fragestellung stiegen die Mitarbeitenden der Diakoniestation Idsteiner Land in den Diakonie-Tag ein. Damit alle Mitarbeitenden an diesem vertiefenden Diskurs über das Diakonische Profil ihrer täglichen Arbeit mitwirken konnten, wurden zwei Diakonie-Tage in Folge angeboten.

 

Frau Dr. Carmen Berger-Zell und Herr Dr. Felix Blaser moderierten den Tag. Sie gingen sehr persönlich auf die Mitarbeitenden ein und gestalteten den Workshop mit lebendigen Übungen sowie einem Impulsvortrag. Blaser führte die Teilnehmenden mit Arbeitsblättern und Gruppenarbeit an ihre eigenen Assoziationen zu „Diakonie" heran. Genannt wurden beispielsweise „tolerant", „innovativ", „unentbehrlich", „vertrauensvoll". In den Berichten zu eigenen Begegnungen mit diesen „typischen Merkmalen der Diakonie" fanden die Mitarbeitenden die Ursachen für den starken Zusammenhalt des Teams, der an diesem Tag noch gestärkt wurde.

 

Auf den Zusammenhang zwischen Verhalten und Haltung sowie die Verbindung zur Grundlage der „diakonischen Kultur", Luthers Rechtfertigungslehre, ging Berger-Zell in einem kurzweiligen Vortrag ein. Normen und Werte, Weltbild, Beziehung zur Umwelt, vor allem aber das Menschenbild und der christliche Glaube prägen die Umsetzung der Lutherschen Theorie bei den Mitarbeitenden, in der Art der Dienstleistung und der Unternehmenskultur. Adjektive kommen zum Tragen, wie „befreiend" (keine unerfüllbaren Anforderungen, keine Forderung nach bestimmten religiösen Überzeugungen, kein „Allmachbarkeitswahn"), „annehmend" (Anerkenntnis der Fehlbarkeit, Dankbarkeit) und „beziehungsstiftend" (Verbundenheit mit anderen, aktiver Einsatz für den Nächsten, politischer Einsatz für Ausgegrenzte).

 

Abschließend wurden in Gruppenarbeit Eindrücke, Ideen und Vorschläge zu Fragen erarbeitet wie etwa: Ist unser Leitbild noch aktuell? Arbeiten wir danach? Wie wollen wir unsere diakonische Kultur weiterentwickeln? Welche Unterstützung benötigen wir? Zahlreiche wertvolle Beiträge und konkrete Anregungen wurden geäußert, die im Leitungskreis zusammengeführt und zügig in die Organisationsentwicklung der Diakoniestation Idsteiner Land einfließen werden. Geplant sind neben der Erneuerung des Leitbildes regelmäßige Diakonie-Zirkel der Beschäftigten unter Moderation des Pflegedienstleiters Simon Gerhard, in denen an weiteren Themen leitbildorientiert und vertiefend gearbeitet wird.

 

Viele Teilnehmer sprachen in der Feedback-Runde von einem spannenden und „lebendigen" Tag und erklärten, wie gern sie in ihrem Team arbeiten.

 

Text: Marion Diefenbach

Sich Dinge von der Seele reden können

Pflege und Gesundheitkurse der Diakoniestation Idsteiner Land

 

Der Gesundheits- und Pflegekurs der Diakoniestation Idsteiner Land gGmbH in der ev. Kirchengemeinde Heftrich/Kröftel/Nieder-/Oberrod/Bermbach hat begonnen. Dieser findet im Gemeindehaus Bermbach statt.

 

Ein Elternteil, ein Ehepartner, ein Kind wird plötzlich zum Pflegefall: ein „Tsunami“, sagt Claudia Nikel. Viele Angehörige fühlen sich damit zunächst bzw. auf Dauer überfordert und brauchen dringend Unterstützung. Die langjährige Krankenschwester ist seit 2008 in der Diakonie tätig, seit 2011 Pflegeberaterin und seit 2012 Pflegekursleiterin. Jährlich finden in den Räumlichkeiten der Diakoniestation Idsteiner Land jeweils zwei Pflegekurse Frühling und Herbst) statt. Alle Kurse werden von der BARMER- Pflegekasse finanziert.

 

Im Bermbacher Gemeindehaus begrüßte Pfarrer Markus Eisele 13 Teilnehmer zum ersten Abend des Gesundheits- und Pflegekurses über insgesamt fünf Abende, der für diese Kirchengemeinde bereits zum 3. Mal angeboten wird. „Die Diakonie spielt eine große Rolle in den Gemeinden“, sagte er, denn es gehe um „gelebte Nächstenliebe“ und darum, „die Belastung miteinander zu tragen“.

 

Sich Rat zu holen, einen Ansprechpartner zu haben, sich „zu wappnen“ gehörten bei der kurzen Vorstellungsrunde zu den Anliegen der Teilnehmer. Da nach Absprache mit den Teilnehmern eine Verschwiegenheit vereinbart wurde,  könne man sich auch mal „Dinge von der Seele reden“, ergänzte Nikel.

Thema des ersten Abends war die Pflegeversicherung. Infolge der Neuerungen des 2017 in Kraft getretenen Pflegestärkungsgesetzes (PSG) II, das statt 3 Pflegestufen nun 5 Pflegegrade vorsieht, hat die Definition von „Pflegebedürftigkeit“ an Bedeutung gewonnen;  ihre Anerkennung und damit die Zuordnung eines Pflegegrads beruht auf acht Aspekten: Mobilität, kognitive/kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlage, Selbstversorgung, Bewältigung und Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen, Gestaltung des Alltagslebens und soziale Kontakte, außerhäusliche Aktivitäten und Haushaltsführung. In ihrer Präsentation gab Nikel einen ausführlichen Überblick über die komplexe Regelung der nach Pflegegrad und –art (ambulant mit oder Einsatz eines Pflegedienstes, teilstationär, stationär) gestaffelten finanziellen Leistungen der Pflegeversicherung. Auch auf die Zusatz- und Entlastungsleistungen wie etwa für Wohnraumanpassung, Kurzzeit- oder Verhinderungspflege oder auch Tagespflege und Hilfsmittelzuschüsse (z. B. für Pflegebett, Rollstuhl, Wannenlift usw.) ging sie ein, ebenso wie auf mögliche bezahlte/unbezahlte Freistellungen zu Pflegezwecken nach dem Familienpflegezeitgesetz.

 

Viele Teilnehmerfragen wurden beantwortet; für weitere Informationen bzw. praktische Übungen könne man auch eine Schulung in der häuslichen Umgebung beantragen oder an den „Gesundheits- und Pflegekursen in Idstein“ teilnehmen, bei der drei von insgesamt 11 Terminen auf die Praxis ausgerichtet sind, ergänzte Nikel. Der ab 6.3.2017 laufende Kurs hat bereits begonnen.

 

Das Angebot der „Gemeindepflegekurse“ kann von allen Kirchengemeinden im Idsteiner Land in Anspruch genommen werden. Anfragen hierzu können gerne an Frau Nikel gerichtet werden.

 

Kontakt:

Claudia Nikel

Diakoniestation Idsteiner Land

Tel.: 06126 - 9418 12

Claudia.Nikel.ds.idstein@ekhn-net.de

 

Text: Frau Marion Diefenbach

Der Artikel erschien in der Idsteiner Zeitung, 21.03.2017

 

 

- Das Interview führte Ingrid Nicolai -

Die Idsteiner Zeitung im Interview mit Julia Ludwig-Hartmann. Die Diakoniestation erklärt das neue Pflegestärkungsgesetz

 

IDSTEIN - 2017 tritt eine weitere Stufe der Pflegestärkungsgesetze in Kraft. Mit fünf Milliarden Euro, die in Deutschland jährlich zusätzlich zur Verfügung stehen, soll es mehr Leistungen für Pflegebedürftige, mehr Entlastung und Sicherheit für Angehörige geben. Insbesondere die häusliche Pflege soll verbessert werden. Wir sprachen mit Julia Ludwig-Hartmann, Geschäftsführerin der Diakoniestation Idsteiner Land.

 

Frau Ludwig-Hartmann, Pflegebedürftigkeit wird künftig anders definiert. Statt drei Pflegestufen wird es fünf Pflegegrade geben. Was bedeutet das?

 

Es bedeutet einen Fortschritt in mehrfacher Hinsicht. Bisher wurde Pflegebedürftigkeit, und damit der Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung, allein über körperlichen Hilfebedarf definiert. Die Fragestellungen des Medizinischen Dienstes, der die Pflegebedürftigkeit des Einzelnen begutachtet, passten einfach nicht zur Lebenssituation der Betroffenen; insbesondere wurde man damit demenziell erkrankten Menschen nicht gerecht. Es ging nur um die Anzahl der Minuten, die ein Mensch zur Unterstützung körperlicher Verrichtungen benötigt.

 

Und ab nächstem Jahr?

 

Ab 2017 bemisst sich Pflegebedürftigkeit weniger an den Defiziten „Was können Sie nicht?“, als vielmehr an der Selbstständigkeit im Rahmen gesundheitlicher Beeinträchtigung: „Was können Sie selbst?“ Berücksichtigt werden ab 2017 – und das halte ich für die erfreulichste Neuerung – auch kognitive oder psychische Beeinträchtigungen. Alle Menschen, die bisher eine der drei Pflegestufen haben, werden 2017 automatisch in den nächsthöheren Pflegegrad „übergeleitet“. Für den Einzelnen bedeutet dies ein Mehr an Leistung. Ist der Pflegebedürftige gleichzeitig demenziell erkrankt, rückt er sogar zwei Pflegegrade höher.

 

Können Sie das an einem Beispiel erklären?

 

Ja, nehmen wir zum Beispiel Herrn K. Er ist seit zwei Jahren aufgrund eines Schlaganfalls pflegebedürftig. Bisher hat er die Pflegestufe II, sodass er monatlich für bis zu 1298 Euro Sachleistung, das heißt Hilfe bei der Körperpflege, Hauswirtschaft und Alltagsgestaltung durch die Diakoniestation erhalten kann, ohne dafür selbst zahlen zu müssen. Aufgrund seiner Demenz stehen ihm bisher außerdem monatlich 208 Euro zu, die er für stundenweise Betreuungsleistungen verwendet. Als Herr K. jetzt den Bescheid seiner Pflegekasse in den Händen hielt, hat er zunächst einen Schrecken bekommen, denn ihm stehen nur noch 125 Euro für diese Betreuungsleistungen zu. Diese Absenkung um 83 Euro wird jedoch durch den gleichzeitigen Anstieg seiner Ansprüche aus dem Pflegegrad 4 aufgefangen. Zukünftig hat er nämlich Anspruch auf 1612 Euro Sachleistung.

 

Kann man also davon ausgehen, dass sich die Situation von Demenzkranken und ihren Angehörigen verbessert?

 

Demenzkranke brauchen Besuche, Kontakte, sie möchten von ihrem Erlebten erzählen und sich auf Aufgaben konzentrieren, die sie gut beherrschen und ihnen Freude machen. Ihre Angehörigen benötigen regelmäßig Zeiten zur freien Verfügung und Regeneration, um über viele Jahre im guten Miteinander die fortschreitende Demenz begleiten zu können. Betreuungs- und Entlastungsangebote haben genau diesen Sinn. Da ab 2017 mehr Mittel zur Verfügung stehen, können sie noch mehr dieser wichtigen Unterstützung auf Kosten ihrer Pflegekassen bekommen. Viele kognitiv eingeschränkte oder psychisch erkrankte Menschen, denen bisher aufgrund ihrer körperlichen Gesundheit eine vollständige Ablehnung einer Pflegestufe vorlag, werden nun besser gestellt, wenn sie sich erneut mit einem Antrag an die Pflegekassen wenden. Sie und ihre Angehörigen bekommen durch den Pflegegrad 1 unter anderem Zugang zu Betreuungs- und Entlastungsleistungen, Pflegeberatung und Pflegeschulung.

 

Was sind weitere Verbesserungen im Pflegestärkungsgesetz?

 

Die Pflegeberatung gewinnt noch mal an Bedeutung und steht neuen Personengruppen zu. Damit hat der Gesetzgeber dem zunehmenden Bedarf an professioneller Beratung und Begleitung häuslicher Pflege durch Angehörige Rechnung getragen. Von Pflegebedürftigkeit und Demenz Betroffene bedürfen des Wissens über den Krankheitsverlauf und Bewältigungsmöglichkeiten. Sie sollen Sicherheit in Pflegetechniken gewinnen. Ihnen ist ein Ansprechpartner in schwierigen Situationen und notwendigen Entscheidungen wichtig. Unserer Erfahrung nach ist eine Pflegeberatung gerade zu Beginn einer Pflegebedürftigkeit, also schon im Pflegegrad 1, enorm wichtig, um von Anfang an einen tragfähigen Pflegealltag zu gestalten. Pflegende Angehörige sollten unsere Gesundheits- und Pflegekurse besuchen, bevor ihnen die Pflege „über den Kopf wächst“.

 

Wie wirkt sich die neue Gesetzgebung auf die Arbeit der Diakoniestation aus?

 

Wir bereiten uns schon lange vor, mit Schulungen, Abstimmung mit Pflegekassen über veränderte Abläufe, Umstellung der Software und strategische Überlegungen zu Auswirkungen auf unsere Arbeit insgesamt. Der Beratungs- und Informationsbedarf unserer Klienten ist enorm. Insbesondere Pflegeberaterin Claudia Nikel wird schon seit Monaten mit vielen Fragen und Unsicherheiten der Ratsuchenden konfrontiert.

 

Dann ist das neue Gesetz für den Laien nicht so einfach zu verstehen?

 

Die neuen Regelungen sind noch mal unübersichtlicher geworden, als sie ohnehin schon waren. Frau Nikel klärt auf, was die Neuerungen für den Einzelnen genau bedeuten, „übersetzt“ Anschreiben der Pflegekassen, gibt Hinweise zum neuen Begutachtungsverfahren und zusätzlich möglichen Leistungen. Wir befürchten, dass viele Menschen die ihnen möglichen Hilfestellungen gar nicht wahrnehmen, weil die notwendigen Formalitäten der Antragstellung und Umstellung eine große Hürde bilden.

 

Und die Pflegedienstleitung?

 

Simon Gerhard, Pflegedienstleiter der Diakoniestation, bereitet sich auf den weiteren Anstieg der Nachfragen insbesondere für Betreuungs- und Entlastungsleistungen vor. Sicherlich möchten viele Klienten ihre Besuche in der Diakonie-Seniorengruppe oder die Alltagsbegleitung bei ihnen zu Hause ausdehnen. Auch pflegerische Unterstützung wird durch Klienten zusätzlich gewünscht werden, weil die verfügbaren Mittel steigen. Herr Gerhard schneidet in Aufnahmegesprächen gemeinsam mit neuen Klienten Hilfen passgenau zu. Ein Laie kann schwerlich die zunehmende Vielfalt der Leistungsangebote und deren Finanzierungsmöglichkeiten durchschauen. Die verständliche, individuelle Vermittlung ist daher wichtige Aufgabe der Pflegedienstleitung.

 

In Deutschland gibt es rund eine Million Pflegekräfte – und es sind nicht genug. Laut Schätzungen könnte sich der Personalbedarf bis 2050 verdoppeln. Zeichnet sich da nicht ein riesiger Engpass ab?

 

Genau aus diesem Grunde sehe ich eine meiner wichtigsten Aufgaben als Geschäftsführerin in der Bindung und Neugewinnung der Mitarbeitenden. Unser Leitsatz „wir wollen, dass alle Mitarbeitenden gesund und mit Freude bis zu ihrer Rente in der Diakoniestation arbeiten“ ist kein Papiertiger, sondern wird mit Ernsthaftigkeit verfolgt. Dahinter stehen Fürsorge und Zuwendung aller Führungskräfte unseren Mitarbeitenden gegenüber, betriebliches Gesundheitsmanagement mit vielseitigen Aktivitäten, zertifizierte Sicherheit und Gesundheitsschutz, angemessene Bezahlung und bestmögliche, familienfreundliche Arbeitsbedingungen.

 

Und der Nachwuchs vor Ort?

 

Indem wir derzeit vier Auszubildende auf den Beruf des examinierten Altenpflegers vorbereiten, sorgen wir für unseren „Nachwuchs“. Allein in diesem Jahr haben wir sechs Pflegekräfte und weitere Alltagsbegleiter und Hauswirtschafterinnen einstellen können. Die zunehmende Nachfrage erfordert allerdings weitere Einstellungen, weshalb wir beständig auf der Suche nach Verstärkung für unser Team sind.

Das Interview führe Ingrid Nicolai


Sigrid Müller: 20jähriges Dienstjubliäum

 

„Jede Zeitspanne hatte ihren Reiz“

Eigentlich ist ihr der ganze Rummel etwas zu viel. Sigrid Müller macht nicht gern viel Aufhebens um die eigene Person. Natürlich freut sie der riesige Blumenstrauß auf dem Schreibtisch, aber anpacken und weitermachen sind eher ihr Ding.

 

 Zugegeben: 20 Jahre sind eine lange Zeit. Und sie habe in ihrem Leben nur zwei Arbeitgeber gehabt, sagt die 53-jährige. Aber das liege vor allem am Betriebsklima in der Diakoniestation. „Wenn das nicht so gut wäre, wäre ich sicher nicht so lange geblieben“, erläutert sie nachdrücklich; in den letzten Jahren habe man in diesem Bereich große Fortschritte gemacht, und das Angebot für Mitarbeiter wie etwa das Gesundheitsmanagementprogramm, der interne Betriebssport usw. sei wirklich beeindruckend. „Viele andere Mitarbeiter sind auch schon sehr lange hier“, fügt sie hinzu, und nicht nur die Fluktuation sei sehr gering. Auch die vielen Neueinstellungen der letzten Zeit, vor allem in Pflege und Hauswirtschaft, seien allesamt gut aufgenommen worden, „das macht viel aus“, kommentiert sie.

Sie sei 20 Jahre alt gewesen, als sie ihre Ausbildung zur examinierten Krankenschwester im Limburger  Krankenhaus abschloss, erzählt sie. Zehn Jahre lang war sie anschließend in der Chirurgie tätig, bevor sie 1993 Zwillinge bekam.  Als die Kinder 1996 in den Kindergarten kommen, fragt sie in der Idsteiner Diakoniestation  an, ob man einen Job für sie habe. Denn sie liebe immer neue Herausforderungen, erklärt sie, und habe nicht einfach zuhause bleiben können.

Sie fängt dort zunächst als geringfügig Beschäftigte in der ambulanten Pflege an. 2002 habe sie dann eine Weiterbildung zur Qualitätsmanagementbeauftragten erhalten, berichtet sie; die Optimierung von Arbeitsabläufen und die Erstellung eines Handbuchs seien von diesem Zeitpunkt an Teil ihrer Aufgaben gewesen. 2008 gibt sie aus gesundheitlichen Gründen die  Arbeit in der ambulanten Pflege auf und widmet sich mehr den Aufgaben der Verwaltung und des Qualitätsmanagements; 2010 wird sie – zunächst als stellvertretende Vorsitzende - in die Mitarbeitervertretung der Diakonie (MAV) berufen. Bereits 2011 übernimmt sie den Vorsitz ganz und ist dafür mit 10 Stunden bzw. einer Viertel Stelle freigestellt. Denn das 9köpfige MAV-Gremium betreut auf der Ebene des Dekanats Rheingau-Taunus insgesamt über 500 Mitarbeiter und trifft sich alle 14 Tage zur Beschlussfassung; Sigrid Müller erledigt den gesamten Schriftverkehr.

Der zweite Teil ihrer halben Stelle entfällt weiterhin auf das Qualitätsmanagement: 2014 ist die Station auf Betreiben von Geschäftsführerin Julia Ludwig-Hartmann nach DIN ISO 9001 plus MAAS-BGW (integriertem Arbeitsschutz) durch EQ-ZERT zertifiziert worden. Ohne die Unterstützung des Managements könne ein solches Projekt nicht gelingen, sagt Müller; sie sei ja „nur Ausführende“, fügt sie bescheiden hinzu.

Welche Tätigkeit ihr in all den Jahren am liebsten war oder ist, kann sie nicht sagen, denn: „Jede Zeitspanne hatte ihren Reiz…“

Artikel und Foto:

Marion Diefenbach

 

top & fit in der Diakoniestation: Kräuterwanderung der Mitarbeitenden mit Elvi Ziemer und Bianca Guckes

 

„Jedes Kraut hat besondere Fähigkeiten“

 

Rundgang zum Kräutersammeln mit der Expertin

 

 

 

 

Nicht nur, dass Giersch auch Geißfuß heißt und Rotklee eine „Hormonpflanze“ ist, lernten die 12 Mitarbeiterinnen der Diakoniestationen Idstein und Niedernhausen, die am Rundgang mit NABU-Expertin Bianca Guckes zum Kräutersammeln an der Reichenbacher Feldscheune teilnahmen. Wetterbedingt konnte man zwar nicht direkt in die Wiesen, aber rund um den Lai-Felsen war schon einiges zu finden, und den Rest brachte Guckes aus ihrem Nutzgarten: „Was da alles unter den Büschen wächst: zwischen den Himbeeren finde ich Giersch, zwischen den Johannisbeeren die Schafgarbe“.

Unterwegs wurden Pflanzen wie Holunder, Brennessel und Spitzwegerich bestimmt und viele Verwendungsmöglichkeiten aufgezeigt: So lässt sich etwa mit Brennessel ein wunderbarer Spinat herstellen, Holunderblüten eignen sich hervorragend zur Herstellung von Tee, während sich die Beeren zu leckerer Marmelade oder Saft verarbeiten lassen. Spitzwegerich ist ein probates Mittel gegen Bremsenstiche, aus Giersch lässt sich Salat zubereiten. Rotklee ist der Liebling der Frauen, denn er lindert Menstruationsprobleme und Wechseljahresbeschwerden, lässt sich aber auch zu Blütenbutter verarbeiten.

Eine Probe von jedem Kraut vielen stellt man anschließend sorgsam mit Beschriftung auf einer Tafel zusammen, und dabei zeigt sich eine erstaunliche Vielfalt: Kamille und Schafsgarbe, Linden- und Birnenblüten, Weißdorn und Sauerampfer, Johanniskraut…  „Jedes Kraut hat besondere Fähigkeiten, und wenn man erkennen kann, was es ist, muss man sich nicht mehr sorgen, zu viel Überflüssiges im Garten zu haben“, erläutert Guckes lächelnd.

Um das Gelernte gleich in die Praxis umzusetzen, wird gemeinsam ein leckerer Smoothie mit Schlangenknöterich, Apfel-  und Bananensaft ohne zusätzlichen Zuckerzusatz zubereitet und verkostet. Dazu gibt es herrlich frisches Brot und selbst angerührten Kräuterquark: mit Spitzwegerich, Sauerampfer, Pimpinelle, Girsch und Schafgarbe wird er zum wahren Geschmackserlebnis und ist obendrein sehr gesund – die Teilnehmerinnen sind begeistert. Und Guckes hat gleich noch einen Buchtipp als Einsteigerlektüre mitgebracht: „Nutzbare Wildpflanzen: gesund und schmackhaft“ von Gisela Tubes wird herumgereicht. Wer sich noch nicht richtig auskennt, findet darin viele Fotos und noch mehr Tipps für angehende Kräuterhexen.

Der Ausflug ist Teil eines umfassenden Betriebssportprojekts von Oktober 2015 bis September 2016 mit Sportangeboten und Vorträgen unterschiedlichster Art, deren Organisation Elvi Ziemer wahrnimmt. Aroha, progressive Muskelentspannung, „Top und Fit“ (Zirkeltraining, Redondo, Teraband u. ä.) und Nordic Walking sind die vier Sporteinheiten, die über jeweils 6 Wochen Im Wechsel mit Vorträgen zu Themen wie Ernährungsberatung, Tibetisches Yoga, Diäten oder Hautschutz stattfinden. Alle Angebote dienen der Gesundheitsförderung und der Bewusstseinsstärkung; alle sind für die Diakonie-Mitarbeiter kostenlos. Die Vorträge finden während der Arbeitszeit statt, die Sporteinheiten in der Freizeit, und alle sind sich einig: „Das ist ein Superprojekt!“

Artikel:

Marion Diefenbach

Foto:

Elvi Ziemer

 

"Pflege zu Hause!? - Erleichterung durch Hilfsmittel" Interessanter Infoabend des VdK-Ortsverbandes Idstein mit Claudia Nikel

 

Zu einem öffentlichen und kostenfreien Informationsabend zum Themenbereich der häuslichen Pflege begrüßte Alfred Strauß, Vorsitzender des VdK-Ortsverbandes Idstein, am vergangenen Donnerstag interessierte Bürgerinnen und Bürger im Gerberhaus in Idstein.

 

 

 

 „Pflegebedürftigkeit, Schmerzen, Immobilität, Hilflosigkeit, Überlastung, Depression und sinkende Lebensqualität“ lauteten einige der Schlagworte, mit denen Claudia Nikel, Pflegeberaterin bei der Diakonie Station Idsteiner Land gGmbH, ihren Vortrag unter dem Titel „Pflegen zuhause !?! – Erleichterung durch Hilfsmittel“ am vergangenen Donnerstagabend im Gerberhaus in Idstein begann.

Nikel, die auf Einladung des VdK-Ortsverbandes Idstein in ihrem Referat umfassende Sach- und Fachfragen rund um die häusliche Pflege behandelte , machte deutlich, dass viele der von ihr benannten Schlagworte beim Einsatz von Pflegehilfsmitteln an Bedrohlichkeit verlieren würden. Claudia Nikel erläuterte zudem wann Hilfsmittel eingesetzt werden sollten und wann nicht. Nikel: „Ein Hilfsmittel wird eingesetzt, wo vorhandene, aber eingeschränkte Funktionen unterstützt oder ermöglicht werden können. Beachtet werden muss dabei, dass bei einer Überversorgung durch Hilfsmittel die Gefahr besteht, dass Funktionen verloren gehen können.“ Letzteres verdeutlichte sie am Beispiel eines Rollators. „Wird ein Rollator ohne seine tatsächliche Erforderlichkeit eingesetzt, besteht die Gefahr beim freien Gehen unsicher zu werden wodurch der Rollator dann tatsächlich unentbehrlich würde“, so Claudia Nikel.

Ein nicht unerheblicher Teil des Vortrages befasste sich mit den Fragestellungen welche Hilfsmittel über die Krankenkassen und welche Hilfsmittel über die Pflegekassen bezogen werden könnten und auf welchem Weg der hilfsbedürftige Mensch in den Besitz dieser Hilfsmittel kommt. Auch die Unterschiede zwischen technischen und zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln erklärte Pflegeberaterin Claudia Nikel in ihrem außerordentlich sach- und fachkundigen Referat in dem sie auch auf Zwischenfragen des Publikums direkt einging.

Anhand von Fotos zeigte Frau Nikel das breite Spektrum technischer Hilfsmittel (vom Strumpfanzieher bis zum Badewannenlifter) auf und erklärte deren Funktionsweisen. Nach dem Vortrag hatten die Besucherinnen und Besucher dann noch die Möglichkeit, sich von Frau Nikel die Funktionsweisen eines Pflegebettes, „Rutschmatten“ zur Anwendung bei der Umlagerung bettlägeriger Pflegebedürftiger, „Antirutschkissen“ für den Rollstuhl sowie weiterer nützlicher Utensilien erklären zu lassen.

VdK-Ortsverbandsvorsitzender Alfred Strauß: „Es war uns wichtig gerade zu diesem Themenbereich einen absolut barrierefreien Veranstaltungsort zu haben, an dem durch das Sanitätshaus Kern auch eine Pflegebett für praktische Vorführungen aufgebaut werden konnte.“ Am Ende des Abends dankte Strauß der Referentin Claudia Nikel für deren Vortrag und die gegeben praktischen Tipps ganz herzlich und wies auf weitere Aktivitäten des VdK-Ortsverbandes Idstein hin.

Die nächste öffentliche und kostenfreie Informationsveranstaltung des VdK-Ortsverbandes Idstein findet am 01. September um 19.00 Uhr im Saal 3 der der Idsteiner Stadthalle statt. Der Titel der Veranstaltung lautet „Erwerbsunfähig/Berufsunfähig - was wäre wenn???“.

 

Kontakt VdK-Ortsverband:

Alfred Strauß

VdK-Ortsverbandsvorsitzender

Himmelsgasse 2

65510 Idstein

Tel./Fax +496126 6477

Mobil +49171 6254182

Mail alfred.strauss@t-online.de

 

Gratuliere! Monika Nemitz: Examen zur Altenpflegerin mit Bestnote!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Ich bin stolz auf meine Leistung!" sagt Monika Nemitz, als sie während der Examensfeier der Altenpflegeschule Wiesbaden am 24.03.2016 für ihre Bestnote geehrt wird.

Nachdem Monika Nemitz im Juni 2013 in der Diakoniestation Idsteiner Land als einjährig gelernte Altenpflegehelferin ihren Dienst antrat, stand schnell für sie fest: "Ich möchte bei Euch meine Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin machen!" Gleich im April 2014 startete sie denn auch in dieses Vorhaben: wochenweise theoretischer Unterricht in der Altenpflegeschule wechselte sich ab mit der praktische Umsetzung des Erlernten in der Pflege der Klienten der Diakoniestation. Dabei wurde sie von der Praxisanleiterin, Dorothea Sand, mit Rat und Tat unterstützt.

Wir freuen uns sehr, dass Monika Nemitz nun als frisch gebackene Pflegefachkraft unser Team unterstützt! Durch ihre Ausbildung in der Diakoniestation hat sie neben den pflegefachlichen Kompetenzen auch die Arbeit im Diakonischen Auftrag verinnerlicht.

 

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